in memorian Blacky
Eben sind wir vom Einschläfern wiedergekommen.
Blacky, der älteste unseres ganzen Zoos, hatte über die heißen
Tage vor anderthalb Wochen das Fressen und Trinken eingestellt.
Die Tierärztin diagnostizierte Nierenprobleme, das haben alte Katzen relativ häufig.
Auch Balu ist vor einem halben Jahr an Nierenproblemen gestorben.
Blacky konnte nicht richtig kauen, die Abfallprodukte in seinem Blut riefen Entzündungen im Maul hervor.
Er erbrach relativ wenig, was ein weiteres Problem bei Nierenversagen ist
Harnstoff zersetzt sich in der Magenwand zu Ammoniak, das greift die Schleimhaut an.
Mit viel Energie, Infusionen unter die Haut, Antibiotika und Fressen vom Feinsten stabilisierte sich unser Opi wieder.
Er fraß auch wieder recht gut Wir machten medizinisch nur zwei Dinge mit ihm:
Zweimal eine Viertel Magentablette, die er mit Leberwurst freiwillig fraß und zweimal täglich Infusionen.
Die Infusionen störten ihn nicht groß, aber sie mußten sein, damit die Nierenwerte nicht höher stiegen,
die Schlacken weggespült werden. Vor zwei Tagen hatte er Probleme mit der Analdrüse - aber er fraß noch,
sprang noch aus dem Stand auf Stuhl und Schreibtisch. Also warum einschläfern?
Heute mittag schluckte und sabberte er dann wieder: Das erste Mal, daß er seit der Stabilisierung wieder körperliche Schmerzen zeigte.
Damit war der Zeitpunkt für ihn gekommen.
Er schlief friedlich unter unseren kraulenden Händen ein und liegt jetzt in einem schönen Waldstück bei Velen.
Er hat von uns unseren Elvis in den Arm gegeben gekriegt - Franks Rattenbock, der im Winter gestorben ist und so im Gefrierschrank
mit uns umgezogen ist.
Er fehlt, aber es war für ihn jetzt an der Zeit.
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